Ein Kommunikationsturm wird auch als Telekommunikationsturm oder Signalturm bezeichnet. In den meisten Anfragen wird eine gewünschte Höhe angegeben, doch diese Angabe allein reicht uns nicht aus, um die Stahlkonstruktion zu entwerfen. Wir müssen wissen, wie viele Antennen montiert werden sollen, wie groß diese sind, wo sie angebracht werden und ob später möglicherweise weitere Geräte hinzukommen. Eine einzelne Mikrowellenantenne und sechs Sektorantennen können sehr unterschiedliche Anforderungen an zwei Türme gleicher Höhe stellen.
An einem freien Standort ziehen wir in der Regel zunächst einen vierbeinigen Winkelstahlmast in Betracht. Dieser ist kostengünstig und bietet reichlich Platz für Zuleitungen und den Aufstieg. Ist das Gelände schmal, eignet sich möglicherweise ein drei- oder vierbeiniger Rohrmast besser. Ein Monopol hat die geringste Grundfläche, allerdings ist das Verlegen von Zuleitungen durch den Mast und das Arbeiten im Inneren weniger komfortabel.
Ein abgespannter Mast mag auf den ersten Blick kostengünstiger erscheinen, da er weniger Stahl benötigt. Diese Einsparung verliert jedoch an Überzeugungskraft, sobald die drei oder vier Verankerungspunkte mit einbezogen werden – insbesondere bei begrenztem Platzangebot. Ein weiteres Problem sind Bewegungen. Wir würden für eine Mikrowellenverbindung keinen abgespannten Mast wählen, bevor nicht die zulässige Verdrehung und Durchbiegung überprüft worden sind.
Was wir vor der Planung benötigen
Ein Antennenplan und eine einfache Höhenzeichnung sind der beste Ausgangspunkt. Anhand dieser Unterlagen können wir die Plattformen, die Leiter und die Zuleitungshalterungen so platzieren, dass keine ungünstigen Kabelverläufe entstehen. In derselben Zeichnung können auch der Blitzableiter, der Erdungsanschluss und die Flugbefeuerung dargestellt werden. Wenn weitere Antennen geplant sind, teilen Sie uns dies bitte bereits jetzt mit. Es ist wesentlich einfacher, bereits bei der Planung Reservekapazitäten einzuplanen, als einen fertigen Mast nachträglich zu verstärken.






Technische Daten
| Aufbau | Winkelstahlmast, dreifüßiger oder vierfüßiger Rohrmast oder Monopol |
| Übliche Höhen | 20, 30, 40, 45, 50, 60 und 70 m; Sonderhöhen auf Anfrage erhältlich |
| Stahl für den Hauptteil | Baustahl der Güteklassen Q235B, Q355B oder Q420 |
| Gestaltungsrichtlinien | TIA/EIA-222-G/H, YD/T 5131, GB 50017 oder EN 1993-3-1 gemäß den Vorgaben |
| Auslegungswindgeschwindigkeit | 28 bis 60 m/s; Winddruck 0,4 bis 1,2 kN/m² |
| Erdbebensicheres Bauen | Bei Bedarf bis Stufe 8 |
| Eisdicke | 5 bis 20 mm |
| Betriebstemperatur | -40 °C bis +70 °C |
| Vertikale Toleranz | Nicht mehr als 1/1000 |
| Erdungswiderstand | 4 Ohm oder weniger bei Einbau gemäß der Erdungskonfiguration |
| Antennenplattformen | Zwei bis fünf Ebenen; in der Regel 6 bis 12 Antennen pro Ebene, je nach Anordnung |
| Korrosionsschutz | Feuerverzinkung gemäß ISO 1461, sofern angegeben |
| Schweißen | AWS D1.1 oder GB 50205 gemäß den Projektvorgaben |
| Auslegungslebensdauer | 50 Jahre, sofern die angegebenen Konstruktions-, Einsatz- und Wartungsbedingungen eingehalten werden |
Um ein Angebot zu erstellen, benötigen wir den Projektstandort, die Turmhöhe und die Antennenliste. Bei Mikrowellenantennen geben Sie bitte den Durchmesser und die Montagehöhe an. Bei Sektorantennen geben Sie bitte die Stückzahl und die Plattformebenen an.
Anwendungen
Funkmasten werden für Mobilfunkbasisstationen, Eisenbahnnetze, Mikrowellenverbindungen sowie für die Radio- und Fernsehübertragung genutzt. Ein Dachmast kann zwar mit denselben Antennen ausgestattet sein wie ein Bodenmast, doch muss die Befestigung am Gebäude unabhängig von einem normalen Fundament geprüft werden.
